Dämmarbeiten beim Klinkermauerwerk

Gerade beim Verblenden einer Fassade (Verklinkern) wurde Jahrzehnte lang keine Dämmung außer eine 4-6 cm dicke Luftschicht genutzt – welche zwar einen gewissen Wert an „Dämmung“ erzeugt, aber im Vergleich zu heutigen Dämmstoffen natürlich nicht mehr mithalten kann!

Hintermauerwerskdämmung

Als Hintermauerwerskdämmung beim zweischaligen Mauerwerk wird mehr und mehr die sogenannte Kerndämmung (Isover oder Rockwool ) verbaut, diese hat im direkten Vergleich zu normalen Dämmstoffen entscheidene Vorteile, z.B. wenig Feuchtigkeitsaufnahme, in der Front eine Fliesschicht die verhindert das Schwitzwasser eindringen kann und in der neuesten „Version“ eine hohe Festigkeit und leichte Verarbeitung.
Richtig eingebaut – mit Luftschichtanker und Plättchen – befestigt und ohne das Mörtelnasen die Fliesoberschicht beschädigen ist die Kerndämmung beim Klinkerbau neben der Styrodurdämmplatte (welche aber sehr Steif ist) die perfekte Dämmung für ein zweischaliges Mauerwerk !

Beim Verblenden einer Fassade ist folgendes zu beachten:

In der 2. Bis 3. Schicht sollte eine Lage aus Teerpappe oder ähnliches eingebaut werden, damit aufsteigende Feuchtigkeit aufgehalten wird. Optisch und Technisch muß im Verband gemauert sein, z.B. wilder Verband, Kopfverband werden. Je nach Stein kann/sollte/muß direkt „Naß in Naß“ oder nachträglich Verfugt werden, beim nachträglichen Verfugen sind nach dem anziehen des Mörtels die Lager- und Stoßfugen ca. 2 cm tief auzukratzen, dann hat der später eingebaute Fugmörtel ausreichend Platz und Masse. Beim Aufbau des Fassadengerüst – Maurergerüst Baugerüst ist ausreichender Abstand zur späteren – fertigen Fassade einzukalkulieren, ansonsten gibt es Probleme zwischen Gerüst und Mauerwerk ! Ein Abstand der Gerüstkonsolen zum Rohmauerwerk von ca. 30 cm ist Ideal.

Foto: photoclicks – Fotolia

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