Ein Fachwerkhaus effektiv dämmen
Ein traditionelles Fachwerkhaus gilt als Paradebeispiel für handwerkliches Können. Je nachdem, wann das Haus gebaut wurde, stehen sie meistens auch unter strengem Denkmalschutz. Wer also ein Fachwerk sanieren möchte, sollte sich im Vorfeld genauestens über eventuelle Auflagen informieren. Auch bei der Dämmung eines Fachwerkhauses entsteht oftmals erheblich mehr Aufwand als bei der Dämmung eines „normalen“ Hauses.
Der Begriff Fachwerkhaus steht für Häuser, deren Tragegerüste aus Holz bestehen, in denen die Zwischenräume mit anderen Materialien, zum Beispiel einem Holz-Lehm-Verbundstoff gefüllt sind. Bei etwa 20 Prozent dieser Häuser handelt es sich um klassische Fachwerkhäuser, bei denen die äußeren Holzbalken sichtbar sind. Bei vielen von ihnen verbietet der Denkmalschutz eine Außendämmung, die das Aussehen verändern würde. Darum ist auch eine allgemeingültige Aussage zum Dämmen eines Fachwerkhauses sehr schwierig – denn auch Fachwerkhaus ist nicht gleich Fachwerkhaus.
Dämmstoffe müssen speziellen Anforderungen genügen
Die Dämmstoffe für Fachwerkhäuser müssen speziellen Anforderungen genügen, beispielsweise müssen sie Feuchtigkeit aufnehmen und auch weiterleiten können. Fachleute empfehlen zum Beispiel Holzfaserplatten sowohl für die Außendämmung, wenn diese denn erlaubt ist, als auch für die Innendämmung. Zum Teil ist auch eine Kerndämmung von Fachwerkhäusern möglich, nämlich dann, wenn sich Hohlräume innerhalb der Ausfachung befinden und es möglich ist, diese mit Dämmstoffen zu füllen. Bei Innendämmung eines Fachwerkhauses kann es sein, dass sich, unter der für das Dämmen verwendeten Plattenschicht, eine Lehmputzschicht befindet. Die Holzfaserplatten sind dann auch mit Lehm zu verputzen. Lehm hat die Eigenschaft, dass er Feuchtigkeit sehr gut aufnimmt und stellt im Verbund mit Holzfaserplatten eine gute Lösung zur Innendämmung dar. Als Alternative ist im Inneren des Hauses auch eine reine Leicht-Lehm-Dämmung möglich.
Foto: pholidito – Fotolia

13. Dez, 2011 
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